Was gibt es Neues?

LOGOTHERAPIE

Weltweites Renommée geniesst die Psychotherapeutin Elisabeth Lukas, die 2014 die Ehrenprofessurwürde der Universität Moskau erhalten hat. Sie machte das logotherapeutische Werk von Viktor E. Frankl wie keine andere bekannt.
Vor kurzem erschien die erweiterte und neue Entwicklungen des ICD berücksichtigende 4. Auflage ihres "Lehrbuch der Logotherapie." Das einzige Lehrbuch der Logotherapie weltweit!  - Als Sonderdruck aus diesem Lehrbuch haben auch wir das Kapitel "Gedanken zu einer Rhetorik der Liebe" herausgegeben.

Die aktuelle Neuerscheinung von Dr. Elisabeth Lukas ist das gemeinsam mit Dr. Heidi Schönfeld verfasste Buch "Sinnzentrierte Logotherapie", das als praktische Fortführung des Lehrbuches zu verstehen ist und sich vor allem an Auszubildende in der Logotherapie richtet, aber auch von Klienten verstanden und mit Gewinn gelesen kann. "Mit einem Mal versteht man, was Logotherapie ist!"

Die Reihe der Neuauflagen der viel gelesenen Taschenbücher von Elisabeth Lukas wurde fortgesetzt: "Spannendes Leben. In der Spannung zwischen Sein und Sollen". als erweiterte 4. Auflage! – "Inspirationen für die Seele. Das geistige Erbe Viktor E. Franklsist die 2. veränderte Auflage ihrer Einführung zum Denken von Frankl. "Wertfülle und Lebensfreude. Logotherapie bei Depressionen und Sinnkrisen" liegt auch bereits in der 4. neubearbeiteten Auflage vor! – "Lebensstil und Wohlbefinden. Seelisch gesund bleiben" in der 3. erweiterten Auflage! –  Mehr unter: Neuerscheinungen ...

 

KLAGENFURTER INTERDISZIPLINÄRES KOLLEG

In dieser neuen Buchreihe werden die Ergebnisse einer akademischen Novität publiziert, des „Interdiziplinären Seminars“. Diese neue Einrichtung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt hat zum Ziel, die Studierenden an die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Sichtweisen verschiedener Wissenschaftsdisziplinen heranzuführen und sie dadurch für die komplexen Problemstellungen in der Praxis zu sensibilisieren. 

2019 erschien ein weiterer Band, der dem Thema "undefinedAnthropozän gewidmet ist, herausgegeben von Prof. undefinedHeike Egner und Dr. Horst Peter Gross.

 

FERDINAND TÖNNIES

Das Werk des visionären deutschen Soziologen wird besonders gepflegt und aufbereitet von der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Leitung Prof. Dr. Arno Bammé. Zuletzt erschienen in der Reihe "Materialien" die Bände 33 "undefinedSoziologische Schriften IV (1916-1920)" und 36 "undefinedFerdinand Tönnies: Fortschritt und soziale Entwicklung 

Ergänzend erschienen in der Reihe Tönnies im Gespräch die Neuauflage des klassischen Buches von Ernst Jurkat "Reine und angewandte Soziologie" (Bd.9). Mehr unter: Neuerscheinungen ...

 

FREIZEIT UND TOURISMUSWISSENSCHAFT

"Gesundheitsreisen und Gesundheitstourismusvon H.Jürgen Kagelmann und Walter Kiefl präsentiert in einem Band eine präzise Einführung in das komplexe Themengebiet und ein Lexikon aller derzeit bekannten Reisearten. 

 

Raum, Tourismus, Kultur

Raum, Tourismus, Kultur
Die Konstruktion des Tourismusraumes „Dänische Südsee“
Erschienen in der Reihe: Eichstätter Tourismuswissenschaftliche Beiträge, Band 13
2012
288 Seiten, 21 x 14,8 cm
ISBN: 978-3-89019-689-3
EUR[D] 39,80

„Der Raum hier, das sind ich, das Boot und die Weite“ - Fahrtensegeln ist ein besonderes Freizeiterlebnis. Das Buch nähert sich ihm aus kulturwissenschaftlicher Perspektive und lässt den seglerischen Meeresraum mittels zahlreicher Informanten-Aussagen lebendig werden und selbst sprechen. Damit leistet es einen intensiven, vielschichtigen und für Segler wie Nichtsegler gleichermaßen unterhaltsamen Beitrag zur Kultur des (Fahrten-)Segelns. Es löst empirisch ein, was vielfach gefordert wird: die Bestimmung des Räumlichen und dessen Rolle für die soziale Praxis. Mit der praxeologischen Perspektive wird die im Unklaren belassene dritte Dimension von Lefebvres Triade der sozialen Raumproduktion – der gelebte Raum – nicht nur eindeutig konturiert, sondern mit Inhalt gefüllt und dem Leser nahe gebracht.

Im dynamischen Geflecht des seglerischen Raumes werden sowohl die geschichts- und traditionsreiche Kultur der Seemannschaft als auch die egalitären Communitas-Erfahrungen von Crew und Seglergemeinschaft gelebt und weiterentwickelt. In der Liminoidität des Meeres wird der Segler auf seine eigene Handlungskompetenz verwiesen und gleichzeitig lose in eine identitäts- und zusammengehörigkeitsstiftende Gemeinschaft eingebunden.

Mit Bezug auf Foucaults und Lefebvres Vorstellungen ‚anderer‘ Räume wird das ‚Segelrevier Dänische Südsee‘ als ein postmoderner Tourismusraum konzipiert, der den Seglern Erfahrungen von Alterität und authentischem Selbstsein ermöglicht. Als Heterotopie verkörpert es einen alltagsabgewandten, antistrukturellen Erfahrungs- und Möglichkeitsraum. Seemannschaft, als Form raumspezifischen Wissens, reglementiert den Zugang zur Heterotopie des Fahrtensegelns und zur Gemeinschaft der Fahrtensegler.

Inhalt:

I. Mit frischem Wind auf alten Routen: Einleitung

1.1 Vorhaben

1.2 Konzeptionelle Rahmung

1.3 Praxistheoretischer Ansatz 

1.4 Ethnographische Methoden empirischer Datengewinnung 

 

II. Das Segelrevier ‚Dänische Südsee‘ als touristischer Drittraum 

2.1 Die ‚Dänische Südsee‘ – ein Mythos?

2.1.1 Der wahrgenommene Raum seglerischer Praxis: Verortung der ‚Dänischen Südsee‘

2.1.2 Der konzipierte Meeresraum 

2.2 Konstruktion des Segelreviers als postmoderner Drittraum

2.2.1 Touristische Räume als ‚andere‘ Räume

2.2.2 ‚Doing Space‘ – Segelnd Raum erzeugen?

2.2.3 Soziale Raumpraktiken als Ursache und Folge von Habitus

2.3 A usblick: Auf Kurs zum gelebten Segler(t)raum 

 

III. Der gelebte Raum der Fahrtensegler 

3.1 Fahrtensegler als ‚Community‘

3.1.1 Die symbolische Konstruktion von Gemeinschaft

3.1.2 Seglerkultur: Seemannschaft

3.1.3 Die Crew

3.2 Fahrtensegler und ihre Räume 

3.2.1 Das Boot: Ort, Raum – Orts-Raum?

3.2.2 Transitorische Orte an der Grenze zum Meer: Häfen als Verbindungspunkte maritimer Raumströme

3.2.3 Gegenderte Räume: Meer, Männlichkeit und Machtdiskurs

3.3 Selbsterfahrung und Subjektaufwertung: Zurück zum ‚Selbst‘

3.3.1 Fahrtensegeln als Echtheitsbeschaffer in einer postmodernen Welt

3.3.2 Halt finden in Wagnis und Abenteuer

3.3.3 Die Suche nach Freiheit und Authentizität 

3.4 Körperlichkeit und Wahrnehmung 

3.4.1 Handeln im Hier und Jetzt: Der flow-Effekt als Motivationsanreiz und Kraftquelle

3.4.2 Mensch, Natur und die Sehnsucht nach leiblicher Integrität

3.4.3 Wiederaneignung von Zwischenräumen im Rahmen von Outdoor-Aktivitäten

3.5 Fahrtensegeln als Ritual und Anti-Struktur

3.5.1 Weg vom Land, raus aus dem Alltag: der temporäre Ausbruch aus Alltagsstrukturen

3.5.2 Schwellenzustand und Communitas: Erfahrungen von Freiheit und Gemeinschaft im liminoiden Raum des Fahrtensegelns 

3.5.3 Dem Fahrtensegler heilig: Bordroutine und -rituale 

3.6 Zusammenfassung: Fahrtensegeln als eine Form gelebter Heterotopie

 

IV. Alte Routen neu beschritten: Schlussbetrachtungen

Literaturverzeichnis

Interviewleitfaden